Spiele zur Wassergewöhnung
Diese Spiele dienen dazu, die Kinder mit dem Wasser vertraut zu machen. Ziele sind:
- Kennenlernen des Übungsraumes
- Empfinden des Wasserwiderstandes
- Einatmen gegen den Wasserdruck
- Erfahrungen mit dem rutschigen Untergrund
- Bewegen im Wasser erlernen
- Ordnungsformen und Partnerarbeit lernen
- Überwindung von Angst
- Ablenken von der Angst vor dem Wasser
- Mitreißen ängstlicher Schüler durch die Gruppe
- Wasser im Gesicht ertragen lernen
- Lösen und sicheres Landen auf dem Beckenboden
- Entwicklung zügiger Bewegungen
- Gleichgewichtsschulung
- Erwärmen
Gehen
Schlange bilden
Die Kinder fassen sich an der Schulter und bilden eine lange Schlange. Der Kopf dieser Schlange ist der Lehrer. Die Schlange kann jetzt zu verschiedenen Tieren werden, eine Schnecke bilden, indem man einen Kreis immer enger zieht, eine Raupe werden, indem man immer groß und klein wird etc.
Die Kinder gehen im Kreis in eine Richtung und wechseln auf Pfiff die Richtung, durch die Strömung werden sie den Wasserwiderstand kennen lernen.
Wasserpolizei
Ein Kind stellt sich in die Mitte des Beckens und ist der Wasserpolizist. Die übrigen Kinder gehen gleichmäßig verteilt in die Ecken. Der Polizist bestimmt nun, wer die Ecken tauschen darf und in welcher Art, z. B. Brustschwimmen, tauchen, hüpfen etc.
Wasserball im Kreis
Fünf Kinder bilden einen Kreis und fassen sich an den Händen. Der ganze Kreis versucht nun, gemeinsam den Schwimmring oder den Wasserball einem der Mitspieler zuzuspielen. Wer von dem Ball als erstes berührt wird, scheidet aus. Die Spielregel kann auch umgekehrt lauten: die Kinder versuchen möglichst nahe an den Ball zu kommen. Wer ihn berührt, erhält einen Pluspunkt. Verboten ist es, die Hände loszulassen oder die anderen Mitspieler zu stark zu schubsen.
Autofahrt
Die Kinder halten einen Tauchring in der Hand. Dies ist ihr Auto/Lenkrad. Der Lehrer sagt jetzt, was das Auto kann:
- Sie fahren vorwärts
- Sie legen den Rückwärtsgang ein
- Sie fahren schnell und langsam im Wechsel
- Sie Kurven umeinander herum
- Sie überholen sich gegenseitig
- Sie stoßen zusammen
- Sie fahren über eine holprige Straße
- Figuren mit dem Tau
Die Kinder bilden mit dem Endlosseil einen Kreis. Jetzt gibt der Lehrer vor, welche Figur die Kinder im Wasser bilden sollen: Buchstaben, einen Stein, ein Ei, einen Fisch mit Schwanzflosse, einen Stern mit vier oder mehr Zacken und so weiter.
Gordischer Knoten
Die Kinder stehen in kleinen Kreisen. Nun strecken alle die Hände nach vorne, schließen die Augen und gehen langsam aufeinander zu. Sie greifen dabei jeweils eine beliebige Hand. Nun werden die Augen geöffnet und es wird versucht, den Gordischen Knoten zu lösen ohne dabei die Hände loszulassen. Es kann sein, daß es einmal zwei ineinander verschlungene Kreise gibt. Dieses ist dann in Ordnung.
Krabbelstaffel
Ein Spiel zur Wassergewöhnung und hilft ihnen nicht in Panik zu geraten, wenn der Kopf einmal kurzzeitig unter Wasser ist. Die Kinder gehen auf den Händen durchs Wasser, zuvor wird eine Strecke festgelegt. Wer mit den Füßen den Grund berührt, scheidet aus, wer als erstes das Ziel erreicht, hat gewonnen.
Hafenmauer
Drei Spieler bilden im Wasser eine Mauer, der vierte Spieler versucht, diese zu durchbrechen. Der Streit um die Hafenmauer eignet sich vor allem für kleinere Kinder, die noch Angst vor dem Wasser haben. Bei der Einnahme der Hafenmauer werden sie ihre Angst vergessen und ihre ganze Energie einsetzen, um die Mauer zu erstürmen.
Mitternacht
Ein Schwimmer stellt sich an das eine Kopfende vom Schwimmbecken, die anderen an die andere Seite. Der eine Schwimmer ist der Fänger, und geht auf die anderen zu, sie kommen ihm entgegen und fragen nach der Uhrzeit. Der Fänger ruft laut die Uhrzeit, bei dem Ausruf Mitternacht, wird einer gefangen. Somit sind es zwei Fänger und das Spiel geht von vorne los bis alle Kinder gefangen sind.
Siamesische Zwillinge
Zwei Kinder stehen Rücken an Rücken, verhaken die Arme ineinander und gehen in die Hocke. Sie müssen dann versuchen, gemeinsam wieder aufzustehen. Dabei versuchen die Spieler, sich gegenseitig auf die andere Spielhälfte (z.B. Mittellinie ist die Treppe) zu schieben. Die Kinder versuchen sich möglichst oft hinzusetzen und wieder aufzustehen. Wer es am häufigsten schafft und dabei den Partner noch ins andere Feld gedrückt hat, hat gewonnen. Geht auch mit mehreren Kindern.
Aschenputtel
Es werden Schwimmgegenstände mit unterschiedlichen Farben benötigt, z.B. Ringe, Schwimmklötze, Bälle etc. Es werden große Schwimmringe auf das Wasser gelegt, diese sind die Töpfe. Die Teilnehmer müssen jetzt versuchen, die Gegenstände nach Farben getrennt in die einzelnen Töpfe zu bekommen – wie bei Aschenputtel im Märchen.
Henne und Habicht
Die Henne geht mit ihren max. drei Küken durch das Becken, ein Küken umfaßt dabei immer den Bauch der Henne, das zweite Küken den Körper des ersten u.s.w. Der Habicht versucht nun, sich eines der Küken zu holen. Die Henne jedoch schirmt mit seinem Körper die kleinen ab, indem sie ihre Küken immer abdeckt. Das gefangene Küken wird zum Habicht, der Habicht zur Henne.
Kinder-Armada
Das Spiel findet im flachen Wasser statt und eignet sich auch für kleinere Kinder. Jedes Kind setzt sich auf ein Boot, das ein Schwimmreifen, Brett oder ein anderes schwimmendes Gefährt sein kann. In kleinen Gruppen geben sie sich die Hand und versuchen, ein nicht zu weit entferntes Ziel zu erreichen, ohne dabei umzukippen. Es geht darum, sicher ans Land zu kommen. Bei größeren Gruppen können Teams von zwei bis drei Mitspielern gebildet werden, die gegeneinander antreten. Jedes Team versucht dann, das Ziel als erstes zu erreichen.
Schleppnetz
Die Gruppe wird geteilt, auf jeder Seite sind die gleiche Anzahl Kinder. Die eine Gruppe ist das Schleppnetz, sie fassen sich an den Händen an und dürfen nicht loslassen. Die andere Gruppe sind die Fische und wollen auf die andere Seite gelangen. Wer im Schleppnetz hängen bleibt, gehört zur “Netzgruppe”. Spiel ist zu Ende, wenn kein Fisch mehr frei ist.
Klebende Schwäne
Ein Schwimmer ist der Schwan im brust- oder bauchtiefen Wasser. Der Schwan schlägt einen ab, jetzt sind es 2 Schwäne die sich anfassen. Die Schwäne schlagen jetzt weitere Schwimmer ab, sind es 4 Schwäne wird geteilt so daß es zwei 2er Gruppen gibt. Spiel für ungerade Teilnehmerzahl, der letzte der übrig bleibt, hat gewonnen.
Atmung
Ball im Reifen
Ein Reifen wird von den Kindern gehalten (vier bis fünf Kinder), im Inneren dieses Reifens schwimmt ein Korken, ein Tischtennisball etc. Jedes Kind versucht nun, den Ball durch Pusten von seinem Bereich fort auf die Stelle der Mitspieler zu treiben. Berührt der Ball den Reifen an der Stelle des Mitspielers oder treibt darüber hinaus, erhält der Spieler einen Minuspunkt.
Luftballons pusten
Zwei Kinder können dieses Spiel im flachen Wasser spielen. Die beiden stellen sich voreinander auf und versuchen, den Luftballon hinter den Gegner zu pusten. Gelingt es einem Kind, so gilt dies als Tor und das Kind erhält einen Punkt. Sieger ist das Kind mit den meisten Punkten.
Pusten üben
Die gelben Innenhüllen von Überraschungseiern, Pouched Eggs, Tischtennisbälle etc. eignen sich dazu. Diese werden in die Beckenmitte gegeben, Teilnehmer in 2 Gruppen einteilen die dann versuchen müssen, die Gegenstände in die andere Hälfte zu pusten. Z. B. Laub im Herbst in den Garten des Nachbarn zu pusten.
Wasserspritzer
Wellengang
Die Schüler befinden sich auf einer Seite des Schwimmbeckens und halten sich an der Kante/Überlaufrinne fest. Im gleichen Takt ziehen sie sich abwechselnd an die Beckenwand und drücken sich wieder ab. Dadurch entstehen die Wellen.
Kreisspiel
Alle Kinder bilden einen Kreis, hüpfen und sagen dabei: “eins-zwei-drei-vier, runter mit Dir”. Dabei tauchen sie den Körper, die Schultern, den Kopf ein.
Spritzschlacht
Die Kinder stehen in einem Kreis. Jeder darf jeden Naßspritzen, Schüler die noch etwas ängstlich sind, dürfen sich mit dem Rücken zum Kreis hinstellen.
Wasser bewegen
Die Kinder stehen im Kreis oder Zweierreihe gegenüber mit Brettern in der Hand. Diese schaufeln jetzt das ganze Wasser nach rechts, danach nach links. Die Bretter werden dann vom Körper weg gedrückt und schnell wieder angezogen. Die Kinder dürfen mit den Brettern das Wasser in die Mitte spritzen, in der der Lehrer steht.
