08.06.2012 Freitag  Plau am See: Tag 2 – Der Auftakt

OG Braunschweig goes Plau

Donnerstag, 7.00 Uhr. Der erste Wecker klingelt, der zweite Wecker klingelt, der dritte… Ja wir sind wach. Anziehen, frisch machen, Kaffee, Frühstück! Um halb neun wurde es dann offiziell. Andrea, die Organisatorin, begrüßte alle Anwesenden und hielt ihre tägliche “Ansage”. Wenigstens wurden wir erwähnt, aber bevor wir noch unsere “Regeln” auf dem Wasser mitteilen konnten, war die Ansage vorbei. Netterweise hörten uns dann doch noch alle zu und ich konnte die Notwendigkeit der
Wasserrettung noch einmal betonen.

Um neun fing dann der Ernst des Tages an. Mollymauk wurde gewassert und nahm den Steg, den sich die Naturfreunde alljährlich ausleihen, in schlepp. Ich fuhr das leere Gespann auf die Segler-Wiese und fing an unsere Wachstation (das kleine Zelt) aufzubauen. Kurzer Blick über das Wasser: 4 bis 5 Windstärken aus Nord- West, Wellen bis 40 cm. Denise fuhr Mollymauk über den See, und nach guten zwei Stunden war das Boot mit Steg in Sichtweite der Wiese. Nach einer weiteren halben
Stunde war der Steg dann am Ufer fixiert und im Wasser verankert. Der Wasserrettungsdienst konnte beginnen! Alexander zwängte sich in den Strömungsretteranzug und legte die Prallschutzweste an, während Jonas und Denise ihr Ölzeug anzogen. Sie konnten gerade noch einen Schluck trinken, Mollymauk betanken, und am Brötchen abbeißen, da fing es an: 12.58 Uhr, gekenterter Optimist ca. einen Kilometer westlich unseres Liegeplatzes. Blaulicht an, Leinen los, ablegen… nach gut 25 Metern Fahrtstrecke war es dann tief genug: Voll voraus! Mollymauk verschwand in der Gischt und nur noch das Blaulicht war zu sehen. Kurze Zeit später bekam ich dann die Meldung, dass der Opti mit Mastbruch in Schlepp genommen wurde. Um 13.10 Uhr lag unser Boot wieder am Steg und wir
konnten uns über die Fahreigenschaften von Mollymauk austauschen.

14.20 Uhr: nächster Einsatz. Gekenterte Jolle. Dieselbe Prozedur wie beim letzten Mal. Voll Voraus! Rückmeldung: “Nach Kenterung entkräfteten Schwimmer an Bord genommen, H-Jolle vollgelaufen, im Schlepp.” Um 14.45 Uhr waren unsere drei wieder einsatzbereit, und wir harrten der Dinge die kommen würden. Um 19.00 Uhr war der letzte Segler vom Wasser, und wir konnten einräumen und zur Unterkunft
fahren. Nach einer heißen Dusche gingen wir zum Abendessen und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Die Bilanz des ersten Tages klingt recht nüchtern: bei Kenterungen sechsmal zur Bereitstellung gefahren und dreimal zur Hilfeleistung ausgerückt.

Denise schlug vor, dass es reichen würde, wenn wir erst um halb acht aufstehen. Nach kurzer Überlegung nickten wir und freuten uns aufs Bett.

Kategorie(n)
Bericht, Einsatz

Von: Timo Görgens

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