04.06.2015 Donnerstag  DLRG macht Plau

Absicherung der Naturfreunde-Segelfreizeit am Plauer See

Klein aber fein – so sah dieses Jahr unsere Wachmannschaft für die Segelfreizeit der Naturfreunde am Plauer See aus. Diese traditionelle Aktion über das lange Himmelfahrtswochenende durfte dieses Jahr ein besonders hohes Maß an Sicherheit erfahren, produziert unter der Wachleitung von Denise mit ihren drei Rettungsschwimmern Anna, Christian und Leon.

Tag null, der Mittwoch, begann mit der üblichen Materialschlacht, während der vier DLRGler, ein Gespann aus Bus und Boot, das Zelt, diverses Rettungsmaterial und wenige Dutzend Taschen voll Wachkleidung ein paar hundert Kilometer Richtung Osten befördert werden müssen.

Dafür unseren neuen, komfortablen MTW zur Verfügung zu haben, erleichterte den Transport ungemein, sodass wir zwar spät aber immerhin entspannt am Mittwochabend unser mehr oder weniger großzügiges Vierbettzimmer beziehen konnten.

Pünktlich mit dem Sonnenaufgang und der freundlichen Hilfe einiger Segler stand dann am Donnerstag schon unser Zelt am Ufer des Sees. Zeitgleich machten Denise und Christian auf der Mollymauk von der Slipanlage los, im Gepäck den Steg, der für das kommende Wochenende die Heimat unseres Motorrettungsbootes werden sollte.

Den Steg befestigt, das Boot angelegt und die Sonnenbrillen auf der Nase konnte nun der Regelwachdienst beginnen. Die Segler, die inzwischen ihre Boote ans Ufer gekarrt hatten, nutzen den Rest des Tages zum freien Segeln und kehrten gegen Abend sicher in den Hafen zurück. Der Tag blieb einsatztechnisch damit unspektakulär und ging am Lagerfeuer dann entspannt zu Ende.

Tag zwei war Wettkampftag. Boote aller Klassen durften in der Yardstick-Regatta auf einem ausgeklügelten Rundkurs gegeneinander antreten. Als die Besatzungen festgelegt und die Boote im Wasser und abgemeldet waren, konnte die spektakuläre Wettfahrt beginnen. Für den Großteil unserer Besatzung bedeutete das eine längere wasserseitige Absicherung  vom Boot aus, die, ausgenommen einiger undramatischer Kenterungen der Wassersportler, recht ruhig ablief.  Es folgten noch einige Stunden freies Segeln, bevor die errechneten Sieger der Regatta mit liebevoll ausgesuchten Preisen belohnt wurden.

Die erste Ausfahrt an Tag drei machte uns unmissverständlich klar: Es hackt. Nachdem uns und einigen Seglern mehrere Wellen durchs Boot und durch die Kleidung geschossen waren, entschieden sich die Organisatoren selbstständig dazu, das Highlight der Tour, die große Überfahrt, zur Sicherheit der Teilnehmer abzusagen. Die mehrstündige Überfahrt nach Plau war in den Jahren zuvor immer eine beliebte Aktion der Segler gewesen, nur wollte man unter diesen Umständen kein Risiko, gerade im Sinne der weniger erfahrenen Segler, eingehen.

Immerhin besserte sich das Wetter ab dem Mittag so weit, dass freies Segeln wieder einwandfrei möglich wurde und so nutzten die Wassersportler die gewonnene „Freizeit“ den frischen Wind für ein paar letzte Fahrten über den See zu tätigen. Wie die Tage zuvor beobachteten wir das Treiben von Wasser und Land und stellten bei Bedarf technische Hilfeleistung beim Aufrichten und Abschleppen. Angesichts der etwas raueren Bedingungen im Vergleich zu den Vortagen wurden diese Dienste auch einige Male in Anspruch genommen. Abgesehen von dreckigen Mastspitzen und ein paar kleinen Verletzungen waren aber keine Verluste zu beklagen.

Am Sonntag hieß es dann für alle „Materialschlacht return“. Der Steg musste bei Wind und Welle zurück in den Hafen, das Boot aus dem Wasser und alle Textilien wieder in die Taschen, die über das Wochenende gefühlt ein wenig an Volumen verloren hatten.

Leider blieben in der Hektik des Abbaus unglückliche Unfälle bei den Teilnehmern nicht aus, was dem Sanitätsteam noch den ein oder anderen Einsatz  bescherte, ehe wir nach dem Mittagessen den Rückweg nach Braunschweig antreten konnten, um den Dienst gegen Abend im Bürgerpark nach einiger Packerei zu beenden.

Wir bedanken uns herzlich für die gewohnt gute Fürsorge der Segler, wünschen allen Patienten gute Besserung und freuen uns auf das nächste Mal am Plauer See.

Kategorie(n)
Bericht, Einsatz

Von: Leon Ohms

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